Romanideen entwickeln

​Kann man Romanideen entwickeln?

Noch bevor man mit den Figuren oder dem Handlungsgerüst für einen Roman beginnen kann, ​muss man eine Romanidee entwickeln. Die Romanidee zu Harry Potter soll Joanne K. Rowling auf einer Zugfahrt gekommen sein und der Erfolgsautor Sebastian Fitzek beschreibt, wie ihn das Fernsehen zu einem seiner Thriller inspirierte.

Juli Zeh wiederum schildert in ihrer Poetikvorlesung die Macht des „Treidelns“, um Romanideen zu entwickeln, während Patricia Highsmith darauf schwört, ganz unterschiedliche Alltagsbeobachtungen miteinander zu kombinieren.

Bei jedem Autor scheint dies also ein wenig anders zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass sich das Entwickeln von Ideen nicht beeinflussen ließe. Vielmehr gibt es einige vielversprechende Strategien, die du einmal ausprobieren kannst.

Vielleicht bringt dich eine davon ja auf die Idee für deinen nächsten Roman?

Romanideen finden

Romane und Romanideen

Manchmal gibt es für einen Roman die eine zündende Idee. Meistens braucht man aber gleich mehrere Ideen, um einen ganzen Roman zu füllen.

Es ist schwierig, auf den Punkt zu bringen, wie Romanideen eigentlich entstehen. Letztlich ist der kreative Prozess immer sehr persönlich und individuell. Umso hilfreicher ist es, sich einige vielversprechende Zugänge und Strategien vor Augen zu führen. Probiere die unterschiedlichen Möglichkeiten am besten aus und kombiniere sie miteinander. So findest du zu deiner ganz eigenen Herangehensweise.

​Romanideen​ entwickeln- ​Fünf Strategien

Romanideen entwickeln Strategie 1: Figuren verstehen

Eine Geschichte hat praktisch immer mit Figuren zu tun. Diese bieten meist auch die Basis dafür, dass sich der Leser mit dem Geschehen identifiziert. Häufig ist beim Schreiben nicht von Anfang an die ganze Geschichte da, sondern bloß deren Hauptfigur. Sie bietet einen guten Ausgangspunkt, um einen Roman zu entwickeln.

Strategie Romanidee

Auf Ideen für Figuren kannst du auf ganz unterschiedliche Weise kommen. Du musst dafür einfach Augen und Ohren offen halten. Auf Schritt und Tritt begegnen wir in unserem Leben anderen Menschen. Die Idee zu einer Figur kann in einem interessanten Gesicht, einer Art sich zu bewegen oder einer eindrucksvollen Stimme liegen. Es lassen sich super einzelne Elemente kombinieren, um einen ganz neuen Charakter zu erschaffen. Halte aber auch Ausschau in Filmen, Bücher oder Zeitungsartikeln und lass dich von ihnen inspirieren.

5 thoughts on “Romanideen entwickeln – 5 erfolgreiche Strategien!

  • Nicola Grote23. Juli 2017 at 14:38

    Lieber Andreas,

    vielen Dank für deine tollen Hilfestellungen. Gibt mir Motivation am Schreiben dranzubleiben.

    Liebe Grüße

    Nicola

    Reply
    • Andreas25. Juli 2017 at 18:53

      Das freut mich sehr :-)!

  • Carmen Engel17. Februar 2018 at 10:34

    Lieber Andreas,
    danke für diese ausführliche Beschreibung der Ideenfindung. Es ist wirklich nicht ganz einfach, aus einer Idee einen ganzen Roman zu machen. Ideen laufen mir ständig über den Weg. Aber nicht aus jeder wird eine Geschichte, schon gar nicht ein Roman. Doch irgendwann packt mich eine, berührt mein Herz. Das ist dann der Impuls für mich, mehr draus zu machen. Und das werden immer die besten Geschichten.

    Viele Grüße
    Carmen

    Reply
  • Daswussel4. April 2021 at 11:25

    Oh, Ihr schreibt, um zu verkaufen, bzw. Käufer zu finden.
    Das ist sehr bedauerlich!

    Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, aber das muss nicht jedem gefallen.
    Da hab ich all den Zwang, von dem Ihr schreibt, nicht. Ideen kommen, Handlungen entwickeln sich aus dem Charakter.
    Vorallem dann noch der Zwang durch die Verlage. Bin froh, das es Book on demand gibt.

    Mich würde mal interessieren, was Ihr schreibt, wenn es nur um den Spaß ginge?

    Schöne Ostern.

    Wünsche Euch trotzdem Spaß dabei, auch wenn es sich für mich wie eine Qual liest, der Aufwand den Ihr betreibt. Gut, manchmal hängt was, da braucht es doch schon Hilfe/Anregung. Vielleicht meint Ihr ja auch das.

    Frohes schreiben!

    Reply
    • Jurenka8. April 2021 at 8:45

      Hallo Daswussel,
      ja, es gibt einige Menschen, die auch veröffentlichen wollen und dabei die Leser begeistern wollen. Ich denke, das ist genauso wenig verwerflich wie einfach nur für sich schreiben zu wollen. Aber es bringt eben andere Bedingungen mit sich – was ich nicht bedauerlich finde. Sie zu kennen hilft, damit damit umgehen kann. Spaß ist nicht alles – aber das Schreiben macht trotzdem sogar in langen Phasen Spaß, wenn es vielleicht auch einige spannende Haken und Ösen gibt. Herausfoderungen eben, die einen dazu bringen, sich weiterzuentwickeln.
      Dir wünsche ich auf jeden Fall weiterhin Spaß beim Schreiben.
      Viele Grüße,
      Jurenka

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