Kategorie: Schreibvorbereitung

Die Normseite: Vorlage für deinen Roman (gratis)

Wenn du dich schon länger mit dem Schreiben von Romanen beschäftigst, wird dir der Begriff Normseite bestimmt bekannt sein. Vielleicht macht die Normseite für dich total Sinn, vielleicht bist du aber auch eher genervt davon, deinen Text in ein bestimmtes Format umwandeln zu sollen.

In diesem Artikel erfährst du, warum Normseiten gut und wichtig sind, du bekommst eine Vorlage und die Anleitung, wie du dir diese Manuskriptvorlagen selbst erstellen kannst.

(Wenn du es ganz eilig hast, haben wir hier auch schon ein Geschenk für dich: Unsere vorformatierte Normseite, die du dir einfach herunterladen und für all deine Projekte verwenden darfst. Nicht erschrecken, falls dir die Vorschau seltsam angezeigt wird, die Datei selbst ist in Ordnung und du kannst sie einfach herunterladen und benutzen.) Über den Button kommst du direkt zum Download, du benötigst keine eMail-Adresse dafür.

1. Buch- und Normseiten – Wo liegt da der Unterschied? 

In unseren Kursen kommt häufiger die Frage unter den Teilnehmern auf, wie viele Buchseiten denn die Projekte der anderen Autoren haben. Oft ist das der Startschuss für eine intensive Diskussion zwischen denjenigen, die Normseiten nutzen und denen, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben oder ihm sogar ablehnend gegenüber stehen.

Und tatsächlich: Der Unterschied zwischen Buch- und Normseite kann groß sein.

Für Normseiten gelten klare Formatierungsregeln und jeder weiß, wie viele Zeichen im Durchschnitt auf einer Seite sind.

Wenn du hingegen verschiedene Bücher in deinem Regal aufschlägst, wird dir sofort auffallen, dass sich Schriftgröße, -art, Ränder oder Zeilenabstände unterscheiden.

Die Aussage, wie viele Buchseiten (anstatt Normseiten) man geschrieben hat, ist also nicht sehr aussagekräftig.

Wenn du dein Buch aber in fremde Hände geben möchtest (z.B. an Verlage, Agenturen, Lektoren, Coaches oder auch Schreibkollegen) ist ein einheitliches Seitenlayout notwendig, damit Texte vergleichbar sind und gegebenenfalls Kosten vorausberechnet werden können.

Vereinfacht kann man sagen, dass die Normseite als Maßeinheit im Fachbereich der Literatur dient. Sie existierte sogar schon, als noch niemand von Computern sprach. Ursprünglich wurden Normseiten an der Schreibmaschine geschrieben.

Damals einigte man sich auf ein einheitliches Maß, weil die Bezahlung der Journalisten, Lektoren, Übersetzer und einiger anderer Berufe fairer gestaltet werden sollte.

Im Übrigen werden viele Berufsträger auch heute noch nach Normseiten bezahlt, später aber mehr dazu.

1992 haben der Verband deutscher Schriftsteller und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine Normseite mit 60 Zeichen pro Zeile und 30 Zeilen pro Blatt als feste Maßeinheit festgelegt. Auch die (für Autoren wichtige) Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) rechnet in dieser Maßeinheit ab.  

2. Warum du von einer Normseite profitierst 

Auch wenn heute jeder Verlag und jede Agentur dein Nicht-Normseiten-Manuskript mit einem Klick umformatieren kann (du übrigens ebenfalls, wenn du zum Beispiel mit Papyrus Autor arbeitest – mehr dazu später im Text), solltest du nicht auf die Normseite verzichten.

Zum einen ist dein Arbeitsaufwand gering. Du investierst ein Mal wenige Minuten Zeit, um die Normseite einzurichten und musst anschließend für dein restliches Buchprojekt keinen Gedanken mehr an die Formatierung verschwenden.

Oder du machst es dir noch einfacher und lädst dir hier unsere kostenlose Normseiten Vorlage herunter. (Nicht erschrecken, wenn die Vorlage bei dir „zerschossen” angezeigt wird, das ist nur die Vorschau, die wir nicht beeinflussen können. Nach dem Runterladen ist alles in Ordnung.) Du darfst sie dir speichern und immer wieder für all deine Schreibprojekte verwenden.

Zum anderen liegen die Vorteile auf der Hand. Spätestens, wenn du an einen Verlag oder eine Agentur herantrittst, wirst du wahrscheinlich noch vor Einsendung deines Manuskripts gefragt werden, wie viele Normseiten dieses umfasst.

Da ist es für dich sehr viel einfacher, wenn du die Antwort bereit kennst, weil dein Manuskript schon formatiert ist.

Verlage haben bei der Suche nach neuen Manuskripten nämlich häufig schon eine Normseiten-Zahl im Kopf, die zu ihrem Programm passt. Wenn du an dieser Stelle eine verlässliche Aussage zu den Normseiten deines Buchs treffen kannst, macht das einen sehr professionellen Eindruck!

Auch deine Leseprobe, die du in Normseiten einreichst, unterstreicht dein professionelles Arbeiten beim Verlag oder der Agentur.

Die Seiten sind aufgrund der einheitlichen Schriftgröße und den Abständen gut lesbar. Außerdem finden sich die Lektoren aufgrund der Zeilennummern und Seitenzahlen besser in deinem Manuskript zurecht, was ihnen das Schreiben von Anmerkungen vereinfacht. Der Empfänger weiß dann auch, dass du dich mit den „Regeln“ des Literaturbetriebs auskennst und dir ein professionelles Auftreten wichtig ist.

Die Normseite hat bei deiner Verlagsbewerbung übrigens noch einen weiteren Vorteil: Durch den Zeilenabstand erhält die Normseite eine „luftige” Optik, die viel eher zum Lesen einlädt. Agenturen und Verlage erhalten täglich so viele Manuskripte, dass oft sehr rigoros aussortiert wird. Wenn dein Manuskript da abenteuerlich formatiert ist anstatt nach den Vorgaben, kann das schon ein Grund sein, dich auszusortieren, bevor sich der Lektor auch nur deinen Text angesehen hat!

Tipp: Bevor du deine Bewerbung und deine Texte zusammenstellst, solltest du immer nochmal nach den Anforderungen des Verlags oder der Agentur auf deren Website schauen. Es kann durchaus vorkommen, dass andere Formatierungen gefordert werden.

Auch unsere Autoren der Ausbildung zum Romanautor wandeln ihre erarbeiteten Texte regelmäßig in Normseiten um (sie erhalten von unseren Coaches Feedback zu ihren Texten).

Wenn du ohnehin nicht vor hast, dich an einen Verlag zu wenden und glaubst, als Selfpublisher brauchst du keine Normseite, ist das nicht ganz korrekt!

Auch dein selbst veröffentlichtes Manuskript benötigt vorab ein sorgfältiges Lektorat und Korrektorat. 

Die Kosten dafür werden in der Regel auch pro Normseite berechnet. 

Außerdem wird dir ein professioneller Lektor oder Korrektor Anmerkungen an den Rand schreiben, über die ihr später eventuell noch mal reden werdet. Wenn du die Zeilennummern der Normseite verwendest, wird die Kommunikation viel einfacher (Zum Beispiel: „Auf der Seite 10, Zeile 12 und S. 25, Zeile 19 gibt es Widersprüche.“).

Zusammenfassend können wir festhalten, dass du auf jeden Fall besser fährst, wenn du die Formatierung einer Normseite beherrschst (oder zumindest eine gute Vorlage besitzt, an der du dich orientieren kannst).

3. Wie ist eine Normseite gestaltet?

Die wichtigsten Kriterien für eine Normseite sind die Anzahl der Zeichen pro Zeile und die Anzahl der Zeilen pro Seite. Denn durch die festgelegten Zahlen kann man aus den Normseiten den Umfang eines Textes sicher abschätzen. Wie oben bereits erwähnt, hat eine Normseite immer genau 30 Zeilen und 60 Anschläge pro Zeile. Mit Anschlägen (das stammt wieder aus dem Schreibmaschinen-Jargon) sind alle Zeichen gemeint - auch die Leerzeichen!

Wenn man nun 30 Zeilen mal 60 Anschläge hat, passen auf eine Normseite 1800 Anschläge.

Achtung: Wenn du nun nicht in Normseiten schreibst, könntest du auf die Idee kommen, einfach deine ganze Zeichenzahl (inkl. Leerzeichen) zu nehmen und durch 1800 zu teilen. So könntest du natürlich die Zahl angeben, wie viele Normseiten du geschrieben hast.

Allerdings wird es in der Realität vorkommen, dass du Leerzeilen in deinem Manuskript hast, oder deine Kapitel immer auf einer neuen Seite starten. Das wird beim Berechnen der Seitenzahl mittels der Anschläge aber nicht berücksichtigt. Einige Autoren behelfen sich hier,  indem sie mit nur 1500 Anschlägen rechnen. Aber auch das sind immer nur Annäherungen. Am genauesten liegst du, wenn du wirklich in Normseiten formatierst. Zudem macht es ja sowieso Sinn, dein Manuskript auch so formatiert zu versenden.

Zum Glück gibt es zahlreiche Programme für Autoren, die dir die Arbeit mit der Erstellung einer Normseite abnehmen, beispielsweise Papyrus Autor. Natürlich brauchst du keine spezielle Autorensoftware um dein Buch zu schreiben – es macht die Sache lediglich bequemer.

Möchtest du lieber mit Microsoft Word arbeiten, erhältst du hier die Anleitung, um die Normseite selbst einrichten zu können. Word unterstützt dich übrigens auch bei der Zählung der Worte und Anschläge. Die Anzeige dafür findest du links unten und kannst sie mit einem Klick für einen erweiterten Überblick öffnen.

Vorsicht:  Wenn du Text in dein Normseiten-Dokument kopierst, überträgst du beim einfachen Kopieren auch immer dein bisheriges Format (also Schriftgröße, Zeilenabstände etc.). Deine eigentlich korrekte Vorlage übernimmt die bisherige Formatierung, was deine Normseiten-Formatierung unter Umständen „zerschießt“ (plötzlich hast du nur noch 28 Zeilen auf einer Seite oder Ähnliches). Wenn du noch in anderen Dokumenten Nebenarbeiten zum Manuskript planst, beispielsweise eine Datei mit Figurensteckbriefen, dann verwende doch auch dieses Dokument am besten in der Normseiten-Formatierung. 

Ansonsten musst du darauf achten, dass du deinen bisherigen Text mit „nur Text übernehmen” kopierst. (Die genaue Anleitung dazu findest du in unserer Normseiten Vorlage, die du hier herunterladen kannst. Nicht vergessen, auch wenn die Vorschau „zerschossen” aussieht, ist nach dem Runterladen alles in Ordnung.)

Wenn dein Text unformatiert übertragen wurde, hast du nun korrekt formatierte Normseiten. Allerdings sind auch Überschriften und andere, gewollte Formatierungen nicht mit übertragen worden (zum Beispiel fett oder kursiv). Die musst du nun händisch erneut einfügen. Das ist einer der Gründe, warum es empfehlenswert ist, gleich von Anfang an in Normseiten zu schreiben.

Aber wie ist eine Normseite denn nun gestaltet? Dazu kommen wir jetzt – lass uns gemeinsam in die wichtigsten Details eintauchen!

3.1 Seitenränder

Auf einer Normseite sind die Seitenränder relativ breit. Der große Rand ist ideal für die Anmerkungen eines Lektors oder Testlesers, wenn sie dein Manuskript ausdrucken und per Hand arbeiten. Die Seitenränder einer Normseite haben folgende Maße:

  • 2,19 cm oben
  • 1,78 cm unten
  • 3,17 cm links
  • 2,54 cm rechts.

Aber: Heutzutage druckt sich kaum noch jemand das Manuskript aus, um dann händisch seine Kommentare hineinzuschreiben. Daher sind die exakten Seitenränder nicht mehr so wichtig. Viel entscheidender sind vor allem die Faktoren, die bewirken, dass man exakt 30 Zeilen mit 60 Anschlägen hat.


3.2 Zeilenabstand 

Ein größerer Zeilenabstand ermöglicht es anderen, besser Anmerkungen zu notieren und sorgt für eine angenehme Lesbarkeit. Wähle für deine Normseite einen Zeilenabstand von 24 pt..

3.3 Schrift

Wenn du schon einmal eine Normseite gesehen hast, wird dich der Anblick der Schrift sicher an eine Schreibmaschine erinnert haben. Es handelt sich hierbei um eine nichtproportionale Schrift, durch die jedes Zeichen denselben Platz einnimmt (wie früher die Buchstaben auf den Metall-Lettern). Verwendest du eine proportionale Schrift, beispielsweise Times New Roman, ist der Platz, den ein „i” einnimmt, kleiner als der für ein „m”. Dadurch kann keine Zeichenzahl von 60 pro Zeile garantiert werden.

Es ist also ratsam,  für Normseiten am Computer ebenfalls nichtproportionale Schriftarten zu wählen. Ein Beispiel für eine solche Schriftart ist Courier New, die auch die Standard-Schrift für Normseiten ist. 

Natürlich bist du nicht gezwungen, eine solche Schrift zu nehmen und kannst bei Bedarf auch auf proportionale Schriften wie z.B. Typewriter, MS Consolas, Monaco oder eine aus der Lucida-Familie ausweichen. In diesem Fall ist es sinnvoll, eine Schriftart mit Serifen zu nehmen, um die Lesbarkeit des Textes zu fördern.

Die Schriftgröße legst du auf 12 Punkt fest.

Tipp: Du magst die nichtproportionalen Schriften so gar nicht? Dann formatiere dir trotzdem deine Normseite und wähle dann für dein eigentliches Schreiben eine Schriftart, die du magst. Erst kurz vorm Versenden deines Textes markierst du dann einmal deinen ganzen Text (bei Windows geht das mit Strg+A) und stellst dann Courier New ein. Schon ist alles wieder Normseiten konform.

3.4 Textausrichtung

Lass dich nicht von fertigen Büchern täuschen: Eine Normseite wird nie im Blocksatz, sondern linksbündig im Flattersatz geschrieben. Auch mit dieser Einstellung wird die Lesbarkeit gefördert und große Wortabstände, wie sie im Blocksatz vorkommen können, werden vermieden.

3.5 Silbentrennung

Die automatische Silbentrennung muss in der Normseite deines Manuskriptes deaktiviert werden, Zeilenumbrüche sollen nur automatisch und nicht per Hand erfolgen. (Absätze werden natürlich von dir mit der Hand eingefügt).

Der Grund dafür ist relativ simpel: Wenn der Verlag den Buchsatz zu deinem Roman erstellt, müssen alle Silbentrennungen manuell wieder entfernt werden, da die Umbrüche im Buch an anderen Stellen sein werden. Du ersparst deinem Verlag (oder dir selbst im Selfpublishing) also eine Menge Arbeit.

3.6 Absatz

Normseiten haben die Eigenschaft, dass bei Absätzen am Anfang der neuen Zeile eine kleine Einrückung von ca. drei Zeichen vorgenommen wird. Ausnahmen gibt es nur bei dem ersten Absatz im neuen Kapitel oder nach einer Leerzeile.

Diese Einrückung darfst du keinesfalls mit dem Tabulator oder der Leertaste vornehmen, da sich sonst bei nachträglichen Änderungen dein ganzes Manuskript verschieben kann oder alles händisch überarbeitet werden muss.

Viel einfacher geht es, indem du einen Sondereinzug für die erste Zeile eines Absatzes von 0,7 cm einstellst. Das sieht man dann in den verschiedenen Textverarbeitungsprogrammen in der Regel an dem Lineal am oberen Rand. Dort sind dann Punkte oder Dreiecke an den jeweiligen Einzugsstellen.

3.7 „Schusterjungen“ und „Hurenkinder“ zulassen

Du fragst dich, was das jetzt wohl sein soll? Die Begriffe sind historisch aus der Zeit der Setzer gewachsen und bezeichnen miteinander verwandte Absatzprobleme.

Als Schusterjunge wird ein Absatz bezeichnet, dessen erste Zeile ganz unten auf einer Seite alleine steht, während der größere Teil auf der nachfolgenden Seite zu finden ist.

Das Hurenkind ist das Gegenteil. Hierbei ist der Hauptteil des Absatzes auf der Seite unten und auf der nächsten Seite steht dann ganz oben die letzte Zeile des Absatzes.

Das sieht sehr unschön aus und kann den Lesefluss hemmen, weshalb sie in Texten und fertigen Büchern unerwünscht sind. In Normseiten jedoch sind sie Pflicht, da sonst nicht immer genau 30 Zeilen pro Blatt eingehalten werden können.

Um das zu erreichen, musst du lediglich die meist standardmäßig aktivierte Absatzkontrolle manuell deaktivieren.

Tipp: Um im Blick zu behalten, ob Word diese Absatzkontrolle tatsächlich permanent umsetzt, kannst du über das Layout die Zeilennummern für dein Normseiten-Manuskript aktivieren und auf „Jede Seite neu beginnen“ stellen.

3.8 Kopf- und Fußzeile

Spätestens wenn du dein Manuskript verschickst, brauchst du eine Kopf- und Fußzeile.

Da so etwas aufgrund von Aufregung oder Hektik aber gerne vergessen wird, richte sie dir doch gleich zu Anfang ein und passe sie je nach Empfänger neu an.

In der Kopf- und Fußzeile sind immer die wichtigsten Daten zu deinem Manuskript zu finden, beispielsweise der Arbeitstitel, dein Name, eine Kontaktmöglichkeit und (meistens in der Fußzeile) ist zusätzlich die Seitenzählung aktiviert.

Bei Kopf- und Fußzeile bietet sich eine kleinere Schriftart als im Haupt-Manuskript an, das kann z. B. 8 oder 9 Punkt sein.

Du fragst dich eventuell, warum nicht einfach ein Deckblatt für dein Manuskript reicht. Das liegt daran, dass auch heutzutage eingesandte Texte zum Lesen manchmal noch ausgedruckt werden. Sollte dein Manuskript nun in deinem favorisierten Verlag ankommen und die Zugluft wirbelt deine Seiten durcheinander, kann hinterher niemand mehr sagen, zu welchem Autor diese Seiten nun gehören, und du bekommst wahrscheinlich niemals eine Rückmeldung.

Auch wenn der Text online gelesen wird und dein Agent oder Lektor liest gerade Seite 134, dann möchte er nicht an den Anfang scrollen, nur um sich den Arbeitstitel und deinen Namen nochmals ins Gedächtnis zu rufen.

Geh also lieber auf Nummer sicher und mache dem Lektoren oder Agenten die Arbeit mit deinem Manuskript so einfach wie möglich!

Achtung: Viele Verlage und Agenturen haben unterschiedliche Vorgaben, was in Kopf- und Fußzeile enthalten sein muss. Überprüfe das unbedingt vor jeder Einsendung!

3.9 Druckform

Wenn dein Manuskript nicht digital, sondern gedruckt verschickt werden soll, dann drucke es einseitig aus, auch wenn es dir wie Papierverschwendung vorkommt.

Das ausgedruckte Manuskript bitte auch nicht binden, in einen Ordner heften oder anderweitig zusammenfügen!

Es bleibt lose und wird nur mit zwei Gummibändern horizontal und vertikal gesichert.

So kann der Empfänger wesentlich besser Anmerkungen zu deinem Text vornehmen, als wenn er erst mühsam alles auseinanderheften muss. (Heutzutage wird in der Regel aber alles digital versendet.)

3.10 Die Normseite in anderen Ländern

Jedes Land hat eigene Maßstäbe für Normseiten. In unserem Artikel haben wir uns an die Richtlinien für Deutschland gehalten. Österreich und die Schweiz orientieren sich mittlerweile zumindest im Literaturbetrieb an den deutschen Angaben zur Normseite. Wenn du dein Manuskript allerdings an einen Empfänger in einem anderen Land schickst, solltest du dich mit den dortigen Gegebenheiten vertraut machen.

4. Keine Sorge bei Formatierungsfehlern

Uff – bist du ein bisschen geschafft, wenn du diese Liste an Anforderungen für eine Normseite liest? Auf den ersten Blick sieht das wirklich nach einer ganzen Menge aus, aber mach dir keine Gedanken, das ist tatsächlich in kürzester Zeit erledigt und wie das genau funktioniert, erklären wir dir im nachfolgenden Abschnitt.

Wir möchten dir aber die Angst nehmen, etwas falsch zu machen.

Angenommen, du verklickst dich in der Schriftart oder –größe, sodass du keine Standard-Normseite mehr hast, und schickst dein Manuskript an einen großen Verlag, so ist das nicht schlimm.

Selbst Agenten und Verlagsangestellte haben schon häufiger bestätigt, dass so ein Fehler kein K.O.-Kriterium ist.

Wenn dein Manuskript total überzeugt, werden kein Verlag und keine Agentur es mit dem Hinweis ablehnen, dass du nicht in Arial schreiben solltest.

Jeder macht Fehler und du hast in dem Fall gezeigt, dass du dich mit Normseiten auseinandergesetzt hast. Schließlich lernt jeder aus Missgeschicken und dieser Schnitzer wird dir nach dem Schreck bestimmt kein zweites Mal passieren.

5. Wie du in Microsoft Word eine Normseite einrichtest 

Hast du noch einmal durchgeatmet und bist bereit? Dann sehen wir uns jetzt gemeinsam Schritt für Schritt die nötigen Einstellungen an, mit der du in Microsoft Word eine Normseite einrichten kannst.

Bei unserer Erläuterung beziehen wir uns auf die Version 2201 (Build 16.0.14827.20028). Solltest du eine andere Programmversion besitzen, kann der Weg anders aussehen.

Es gibt natürlich auch viele andere Textverarbeitungsprogramme. Wir haben uns für dieses entschieden, da es von unseren Teilnehmer der Ausbildung zum Romanautor auch am häufigsten genutzt wird (neben Papyrus Autor, wo man die Normseite aber durch einen Klick generieren kann.) Wenn du sie dir nicht selbst gestalten möchtest, darfst du dir hier sehr gerne unsere Vorlage herunterladen und für alle deine Projekte verwenden.

5.1 Seitenränder

Klicke zuerst in die Registerkarte „Layout“. Gleich das erste Symbol „Seitenränder” öffnet ein Dropdown-Menü, in welchem du den letzten Punkt „Benutzerdefinierte Seitenränder” anklickst. Dort kannst du bequem die Werte eingeben und anschließend mit „OK“ bestätigen.

5.2 Zeilenabstand 

Den Zeilenabstand legst du unter der Registerkarte „Start“ in der Gruppierung „Absatz“ fest. Das Symbol dafür sind zwei Pfeile, die nach oben und unten zeigen, meistens zwischen dem Blocksatz und der Schattierung eingebettet. Mit einem Klick darauf öffnet sich ein Dropdown-Menü, in dem du „Zeilenabstandsoptionen” anklickst.

In dem sich öffnenden Fenster gibst du deinen Wert in der Registerkarte „Einzüge und Abstände” ein.

5.3 Schrift

Die Schriftart wählst du ebenfalls unter der Registerkarte „Start“, aber in der Gruppierung „Schriftart“. Anstatt mühsam zur gewünschten Schriftart zu scrollen, kannst du sie einfach in das Feld eingeben. Die Schriftgröße findet sich direkt rechts neben der Schriftart. Auch hier kannst du den Wert direkt eingeben.

5.4 Textausrichtung 

Die Ausrichtung des Textes kannst du in der Registerkarte „Start“, in der Gruppierung „Absatz“ einstellen. Du erkennst die Zeilen-Symbole relativ leicht und wählst das, welches zuerst links sichtbar ist.

5.5 Silbentrennung 

Für die Silbentrennung gehst du abermals in die Registerkarte „Layout“ und findest in der Gruppierung „Seite einrichten“ rechts unten die Schaltfläche „Silbentrennung“. Wenn du darauf klickst, öffnet sich ein Dropdown-Menü, in dem du „Keine“ auswählst, wenn das nicht schon voreingestellt sein sollte.

5.6 Absatz

In der Registerkarte „Start“ findest du in der Gruppierung „Absatz“ unten rechts einen (wirklich sehr) unscheinbaren Pfeil. Auf diesen klickst du, sodass sich das Absatz-Menü öffnet. In der Registerkarte „Einzüge und Abstände“ findest du den Sondereinzug, für den du im Dropdown-Menü „Erste Zeile“ wählst. Rechts daneben ist ein Feld für den diesbezüglichen Wert, den du händisch dort eingeben kannst und anschließend mit „OK“ bestätigst.

5.7 Absatzkontrolle 

Um die Schusterjungen und Hurenkinder willkommen zu heißen, musst du die Absatzkontrolle deaktivieren. Hierfür öffnest du dir erneut das Fenster für die Absatz-Einstellungen, das du eben schon mal benutzt hast. Jetzt wechselst du jedoch in die Registerkarte „Zeilen- und Seitenumbruch“ und findest gleich oben die Absatzkontrolle. Sollte im Kästchen dazu ein Haken vorhanden sein, entfernst du ihn mit einem Klick und bestätigst auf „OK“.

5.8 Kopf- und Fußzeile 

Für die Einrichtung der Kopf- und Fußzeile musst du theoretisch nur auf den Bereich oberhalb oder unterhalb deines Textes doppelklicken und kannst dann sofort losschreiben. Wenn du sie aber beispielsweise mehrspaltig gestalten möchtest, wähle die Registerkarte „Einfügen“ und klicke in der Gruppierung „Kopf- und Fußzeile“ auf den Bereich, den du gerade bearbeiten möchtest. Im Dropdown-Menü kannst du dann unter den verschiedensten Vorlagen wählen. Achte nur darauf, nicht überbordend mit Grafikelementen zu arbeiten.

In derselben Gruppierung kannst du mit einem Klick auf „Seitenzahl“ auswählen, an welcher Stelle du gerne die Ziffern deines fortlaufenden Manuskripts hättest.

Wenn du anschließend den Inhalt deiner Kopf- und Fußzeile bearbeiten möchtest, was Größe und Schriftart angeht, verwendest du dieselben Einstellungen wie für deinen Manuskripttext.

6. Erstellung von Normseiten mit Papyrus Autor

Wenn du dich schon für die Profi-Software Papyrus Autor entschieden hast, ist es unerheblich, in welcher Formatierung du schreibst. Wenn du dein Manuskript beendet hast, klickst du einfach auf den Button mit dem nach rechts zeigenden, blauen Pfeil und dem N. Anschließend wird dein Text in Normseiten umgewandelt und es öffnet sich eine separate Datei. Die kannst du dann, wenn notwendig, per Hand noch abändern und extra speichern. So bleibt dir trotzdem deine Original-Datei erhalten. Diese Funktion ist nur ein Grund von vielen, warum wir Papyrus Autor uneingeschränkt als Autorensoftware empfehlen können. Sie ist zwar etwas preisintensiver, wartet aber auch mit vielen Zusatzfunktionen auf. Solltest du bei der Bedienung Hilfe benötigen, bieten wir dir unseren Papyrus-Kurs an, in dem du mit zahlreichen Videos Schritt für Schritt an die Handhabung des Programmes herangeführt wirst.

7. Unser Geschenk für alle Romanautoren 

Wir wissen, dass Normseiten echt Nerven kosten können. Nicht jeder angehende Autor kann sich eine spezielle Software leisten und eine Normseite in Word einzurichten, kann für nicht-technikaffine Benutzer trotz Anleitung schwierig sein. Daher stellen wir dir eine Normseiten-Vorlage kostenlos zur Verfügung. So kannst du ohne Zeitaufwand und garantiert richtig formatiert mit deinem Roman starten.

Lade sie dir herunter, lösche einfach den eingefügten Text heraus (das ist unsere Anleitung, wie du die Vorlage verwenden kannst) und schreibe dein Manuskript hinein. (Sollte die Vorschau seltsam aussehen, mach dir keine Sorge, nach dem Runterladen ist alles in Ordnung.) Die Datei ist im praktischen RTF-Format angelegt, sodass du die Dokumentvorlage nicht nur für Word, sondern auch für OpenOffice, Libre Office oder andere Schreibprogramme nutzen kannst.

8. Die Normseite – sinnvoll und nützlich

Im Endeffekt ist es so, dass Normseiten zwar zuerst als lästiges Übel erscheinen, dir aber tatsächlich folgende Vorteile bieten:

Da nur wenige Minuten zur Anpassung deines Dokuments nötig sind oder du dir unsere Normseiten Vorlage hier einfach herunterladen kannst (die Datei ist in Ordnung, auch wenn die Vorschau vielleicht seltsam aussieht), gibt es unserer Meinung nach keinen Grund, nicht von den Vorteilen der Normseite zu profitieren. Mit konkreter Anleitung klingt die Einrichtung einer Normseite auch gleich nicht mehr so kompliziert, oder?

Hast du schon vor unserem Artikel mit der Normseite gearbeitet? Wie sind deine Erfahrungen damit? Schreib uns gerne in die Kommentare, wie du bisher davon profitiert hast und ob es dir schwer fiel, die Normseite einzurichten.

  • Professioneller Auftritt durch bessere Außenwirkung

  • Einfachere Zusammenarbeit mit Lektoren, Korrektoren und Testlesern
  • Besserer Lesefluss bei deinen Überarbeitungsgängen
  • Besseres Einschätzen deines Manuskriptumfangs (viele Romane haben etwa 300 Normseiten Umfang, hast du die bald erreicht?)
  • Mehr Motivation beim Schreiben – denn wenn du 30 Seiten ohne Normseiten-Formatierung geschrieben hast, sind es in Normseiten schon viel, viel mehr!

Da nur wenige Minuten zur Anpassung deines Dokuments nötig sind oder du dir unsere Normseiten Vorlage hier einfach herunterladen kannst (die Datei ist in Ordnung, auch wenn die Vorschau vielleicht seltsam aussieht), gibt es unserer Meinung nach keinen Grund, nicht von den Vorteilen der Normseite zu profitieren. Mit konkreter Anleitung klingt die Einrichtung einer Normseite auch gleich nicht mehr so kompliziert, oder?

Hast du schon vor unserem Artikel mit der Normseite gearbeitet? Wie sind deine Erfahrungen damit? Schreib uns in die Kommentare, wie du bisher davon profitiert hast und ob es dir schwer fiel, die Normseite einzurichten.

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Christine Storck arbeitet als freie Reporterin für verschiedene Tageszeitungen und als Schreibcoach für die Romanschule. Sie hat Literaturwissenschaft, Linguistik und Psychologie studiert (M.A.), zahlreiche Kurse in belletristischem Schreiben absolviert und die Ausbildung zum Romanautor durchlaufen.

Seit 2012 veröffentlicht sie Kurzprosa in Anthologien und Zeitschriften. Ihr aktuelles Romanprojekt spielt in Südengland.

Romanideen finden – 11 Techniken für deine Buchidee

Wer ein Buch schreiben möchte, muss die passende Romanidee finden ​– und deshalb bist du wohl hier ;-). Manchmal fällt uns die Inspiration dazu förmlich in den Schoß. Wir sehen, hören oder schmecken etwas und – WAMM – ein Ideen-Feuerwerk wird gezündet, eine Romanidee ist geboren. Aber was kannst du tun, wenn sich die Einfälle dir nicht auf dem goldenen Tablett präsentieren?  

Wäre es nicht wundervoll, wenn du dafür in so etwas wie eine Winkelgasse gehen könntest? An einen magischen Ort, an dem die Regale über und über mit Heldinnen, Abenteuern und Geheimnissen gefüllt sind, durch die du nach Herzenslust schlendern und dir so die perfekte Geschichte zusammenstellen könntest?  

Ganz so einfach ist es leider nicht. Aber fast, denn es gibt jede Menge Tricks, Techniken und Schreibübungen, die dir dabei helfen können, deine Romanidee zu finden und zu entwickeln.

Unsere 11 Techniken, damit du deine Romanidee findest

Für dich haben wir unsere besten Kreativitäts-Techniken gesammelt. So kannst du dir nach und nach deine eigene Ideen-Bibliothek aufbauen und ich verspreche dir: Das kann genauso magisch sein wie ein Besuch in der Winkelgasse️.

1. Entdecke das Besondere im Alltäglichen

Wie viele Stunden hast du schon damit verbracht, vor dem Rechner oder deinem Schreibblock zu sitzen, das weiße Blatt anzustarren und krampfhaft auf eine Eingebung zu warten? Ich war darin olympiareif – bis mir eine Schreibkollegin einen einfachen und doch bedeutsamen Satz gesagt hat: „Ideen liegen auf der Straße.“ 

Auch, wenn sie uns nicht anspringen, sind die Ideen für einen Roman immer da. Sie umgeben uns und warten darauf, entdeckt zu werden. Wir müssen nur lernen, genauer hinzusehen und sie aus dem Schatten zu locken. Deine Mission: Entdecke das Besondere im Alltäglichen! 

Ein Beispiel: Jeden Morgen an der Bushaltestelle steht ein alter Mann neben dir. Er trägt immer denselben Hut, auch im Hochsommer. Er steigt zwei Bushaltestellen vor dir aus. Wo geht er hin? Und warum trägt er den Hut?  

Hat er ihn von jemandem geschenkt bekommen? Oder hat er eine Narbe am Kopf, die er verstecken möchte? Oder sogar ein Tattoo? (Ja, das wäre überraschend, oder? Darauf gehe ich später bei ​„Unpassendes zusammenbringen“ noch genauer ein.) 

Natürlich darfst du unsere Beispiele hier gleich als eine Schreibübung nutzen! Ist bei dir das Kopfkino angesprungen, dann hau in die Tasten und schreib! Denn alle Theorie nützt ja nichts, wenn man nicht auch ins Tun kommt.

2. Nutze deine Vorlieben als Zuschauer und Leser 

​copyright:  depositphotos.com

Auch Bücher und Filme können dir als Inspiration dienen, um deine Romanidee zu finden. Welche Art von Geschichten schaust oder liest du am liebsten? Welche magst du überhaupt nicht?

Denk mal  darüber nach, warum das so ist. Wenn du weißt, was dich als Zuschauer/Leser begeistert, kannst du zu diesen Themen mit der Schreibtechnik des Clusterings deine eigenen Romanideen entwickeln (wie das funktioniert, erkläre ich dir noch).​

​Über das, was du selbst faszinierend findest, kannst du auch begeistert schreiben – und so deine Leser mitreißen.  

Viele der besten Geschichten schreibt übrigens wirklich das Leben. Darum lohnt es sich, auch in Zeitungen auf die Suche nach Romanideen zu gehen (vor allem in den Randspalten). Oder Radio zu hören.  

Beim Autofahren habe ich kürzlich folgende Nachricht gehört: Eine Frau hat ihren Mann auf der Autobahn vergessen (oder doch stehengelassen?).  

Während eines Staus war er ausgestiegen, um eine zu rauchen. Als es endlich weiterging, ist die Frau einfach losgefahren – ohne auf ihn zu warten. 

Macht dich das nicht auch neugierig darauf, warum sie das gemacht hat? Mir sind dazu etliche Ideen gekommen. Was ist mit dir?

3. Romanideen finden mit Gedankenspielen 

Diese Frage nach dem „Warum“ kannst du auch ganz wunderbar in deinen Alltag integrieren und so spielerisch Ideen für deinen Roman finden. Je öfter du das machst, desto leichter wird es dir fallen. 

Stell dir vor, du sitzt in einem Café und wartest auf deine Freundin. Sie ist schon zehn Minuten zu spät und hat sich noch nicht bei dir gemeldet. Wo steckt sie bloß? Und warum kommt sie zu spät?  

Findet sie ihren Autoschlüssel nicht, weil der noch in der Tasche ihrer Jeans steckt, die gerade im Schonwaschgang ihre Kurven dreht? Oder ist sie gar Agentin und wurde von einem Superschurken aufgehalten? 

Möglicherweise saß im Bus aber auch ihre alte Liebe? Und die beiden waren so in ihr Gespräch versunken, dass sie die Haltestelle verpasst haben? 

Wenn deine Freundin dann endlich da ist (nachdem sie vermutlich einfach nur den Bus verpasst hat) könnt ihr zusammen weiterspielen: Was hat es mit dem Typen am Nachbartisch auf sich? Warum starrt er alle paar Sekunden hektisch auf sein Handy? 

​Diese ​Gedankenspiele machen nicht nur Spaß, sie befruchten auch deine Kreativität. Und vielleicht liefern sie den zündenden Funken für deine Romanidee.


4. Dein ungelebtes Leben als Inspiration – was wäre, wenn? 

Wo wir schon beim „Warum“ sind, möchte ich dir eine weitere sehr beflügelnde Frage vorstellen: „Was wäre, wenn …?“ 

In deinem Leben kommst du immer wieder an Gabelungen, an denen du Entscheidungen für deinen weiteren Weg treffen musst.

Welches Leben würdest du führen, wenn du dich anders entschieden hättest?

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Was wäre, wenn du doch Medizin studiert hättest?  

Was wäre, wenn du deinen Freund aus der Ausbildung geheiratet hättest? 

Was wäre, wenn du diese Reise nach Italien gemacht hättest?

In deinem ungelebten Leben verstecken sich garantiert so einige Umstände, aus denen du starke Romanideen entwickeln kannst. Genauer hinzusehen lohnt sich also ​– auch wenn (oder gerade weil) es Gefühle von Bedauern, Frustration oder sogar Traurigkeit auslöst. Denn Ideen, die in dir Gefühle auslösen, lösen später auch welche beim Leser aus! 

Das „Was wäre, wenn…?“ kannst du natürlich auch auf die Leben anderer anwenden. Oder auf die Welt, wie wir sie kennen: Was wäre, wenn wir alle Gedanken lesen könnten? Oder wenn wir unsterblich wären? Wie würde unsere Gesellschaft dann wohl aussehen?

5. Die Figur – der wichtigste Verbündete für deine Romanidee 

Manchmal beginnt eine Buchidee auch mit einer Figur. Ist bei dir schon einmal wie aus dem Nichts eine aufgetaucht und hat dich gebeten, ihre Geschichte zu erzählen? 

Für mich war das bei meinem aktuellen Romanprojekt so. Meine Hauptfigur ist mir permanent im Kopf herumgespukt und hat mir keine andere Wahl gelassen, als mich mit ihr zu beschäftigen. Und je besser ich sie kennengelernt habe, desto mehr hat sich mir auch ihre Geschichte offenbart.  

Aber keine Sorge, wenn das bei dir nicht so ist. Das funktioniert nämlich auch ganz wunderbar andersherum: Du wählst deine Romanfigur aus und entwickelst sie (und ihre Geschichte) dann ganz gezielt und systematisch. Hier findest du weitere Tipps zum Thema spannende Charaktere erstellen.

Vielleicht willst du einen Roman schreiben, in dem es um einen Piloten geht? Oder um einen Obdachlosen? Um eine alleinerziehende Mutter?  

Von dieser generellen Festlegung näherst du dich dann Schritt für Schritt an deine Figur und damit auch an das Thema für deinen Roman an. 

Du kannst auch einen Menschen aus deinem Umfeld oder eine berühmte Persönlichkeit als Inspiration für deine Romanfigur nutzen. Entweder schreibst du dann eine autobiographische Geschichte oder lehnst deine Figur nur frei an ihr Vorbild an.

6. Lerne deine Figur richtig kennen, um deine Buchidee zu finden! 

Ganz egal, woher die Idee zu deiner Figur kommt, eins ist immer gleich: Die Romanfigur ist der Motor deiner Geschichte. Sie ist deine Geschichte. Ohne Figur bleibt auch die beste Romanidee genau das: Nur eine Idee. 

Der Leser soll sich mit deiner Romanfigur identifizieren und von ihr durch die Geschichte getragen werden. Darum, ganz wichtig: Lerne deine Figur richtig kennen! 

Finde heraus, wie sie tickt. Welche Stärken und Schwächen sie hat, was sie wirklich will, was ihre Geheimnisse sind.

Denk daran: Deine Figur ist dein stärkster Verbündeter, also schenke ihr ausreichend Aufmerksamkeit. 

7. Das Clustering – mit Gedankentrauben Romanideen finden 

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Weiter oben habe ich die Technik des Clusterings schon einmal kurz angesprochen. Sie wurde von der amerikanischen Autorin und Schreiblehrerin Gabriele Rico entwickelt.  

Übersetzt heißt Cluster „Bündel“ oder auch „Traube“.

Und die Bilder, die beim Clustering entstehen, sehen tatsächlich ein bisschen so aus. Clustering ist eine assoziative Form des Brainstormings.

Die Idee dahinter ist es, unsortiert und ohne Wertung alle Begriffe aufzuschreiben, die einem zu einem Überbegriff einfallen.

Sagen wir, du hast bei der Analyse deiner Film- und Buchvorlieben herausgefunden, dass dich das Thema Familie ganz besonders fasziniert. Dann schnapp dir jetzt einen Stift, ein DIN-A4 oder gerne auch ein DIN-A3 Papier, und leg los!  

Clustering funktioniert wie folgt:

Schreibe deinen Überbegriff (also zum Beispiel „Familie“) in die Mitte des Blatts und male einen Kreis darum.  

Den ziehst du so lange nach, bis dir ein weiterer Begriff einfällt (bei unserem Beispiel vielleicht Vater). Den schreibst du in einen zweiten Kreis und tada – deine erste Verästelung ist entstanden. Mehr zum Thema Clustering findest du hier.

8. Wortkategorien erweitern  

Diese Technik ist ähnlich zum Clustering, aber etwas systematischer. Du kannst mehrere neue Begriffe zu einem Hauptbegriff sammeln. Bei dem Hauptbegriff „Familie” vielleicht Mutter, Tochter, Schwester, Bruder usw. Dann kannst du für jeden neuen Begriff wieder Unterbegriffe suchen. Zu Mutter vielleicht Geborgenheit, Umarmung, Gute-Nacht-Geschichte, aber auch kochen, Haushalt, streng, schimpfen usw.  

So entsteht eine Kette aus Wörtern, die deinen Hauptbegriff in unterschiedlichen Facetten beschreibt. So gewinnt dein Thema Vielschichtigkeit und das kann dir helfen, Ideen für dein Buch zu finden. 

Lass alle Wörter zu, die dir in den Sinn kommen. Auch die, die erstmal so wirken, als hätten sie nichts mit dem Überbegriff zu tun.  

Dein Gehirn folgt seiner eigenen Logik und du wirst merken, wie inspirierend es sein kann, (scheinbar) auch mal um die Ecke zu denken.

9. Der Elefant im Porzellanladen – Unpassendes zusammenbringen 

Unser Gehirn ist darauf getrimmt, Sinn aus Dingen zu machen. Wenn wir etwas sehen, ordnet unser Verstand es für uns ein.  

Aber was, wenn es sich aus dem, was es sieht, nicht sofort einen Reim machen kann? Wenn es erst einmal irritiert ist?  

Was ist, wenn ein Astronaut aus einem Gully schaut? Ein klitzekleiner Mann auf einer Bierdose zu tanzen scheint? Oder ein Kind mühelos waagerecht eine Wand hochläuft?

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Na klar – dann haben wir es entweder mit Fotomontage, dem geschickten Spiel mit Perspektive oder optischer Täuschung zu tun. Da siehst du schon, dass unser Gehirn sofort versucht, einen Grund zu finden. Das kannst du nutzen!

Was, wenn du mal ausblendest, dass es diese Möglichkeiten der Bildbearbeitung gibt? 

Dann entsteht plötzlich ein Raum für Kreativität. Indem du Dinge zusammenbringst, die nicht zusammenpassen, zwingst du deine Gedanken aus ihrem gewohnten Trott und öffnest den Raum für neue Buchideen.  

Wie bei gleich gepolten Magneten entsteht ein Spannungsfeld, das du dazu nutzen kannst, spannende Ideen für dein Buch zu finden.  

Erinnerst du dich an den alten Mann von der Bushaltestelle und seinen Hut? Was ist, wenn er wirklich ein Tattoo darunter versteckt, weil er als junger Mann Teil einer Gang war?  

Das passt nicht mit dem Eindruck zusammen, den wir uns auf den ersten Blick machen. Es ist überraschend und unerwartet – und macht deswegen direkt neugierig auf mehr, oder? Beobachte mal, wie dein Gehirn sofort versucht, eine Antwort auf das Rätsel zu finden.

Ein anderes Beispiel: Ich habe eine Postkarte, darauf sieht man, wie ein Astronaut aus einem Gully herausschaut. Wie und warum ist er da gelandet? Hat er im Weltall ein Wurmloch entdeckt, das ihn direkt in die Kanalisation von Berlin, Hamburg oder München geführt hat? Ist da eine geheime, unterirdische Teststation gewesen und leider hatte man einen Ausgang nicht korrekt verschlossen? Ist das überhaupt ein Astronaut oder vielleicht doch ein Mensch in Schutzkleidung und gleich geht eine chemische Bombe hoch? 

Vielleicht ist der Astronaut aber eigentlich ein Mitarbeiter der Stadtwerke, der eine Wette gegen seinen Kumpel verloren hat und deswegen in einem geliehenen Raumanzug arbeiten gehen muss? 

Spinn einfach nach Herzenslust herum! Jede noch so absurde Idee ist erlaubt (und sogar ausdrücklich willkommen), denn wer weiß – vielleicht ist sie der Funke, der eine Ideen-Explosion und damit die Inspiration für deinen Roman auslöst. 

Diese Technik funktioniert übrigens nicht nur mit Fotos, sondern auch mit Stichworten. Lass dir von jemandem in deinem Umfeld wahllos ausgewählte Begriffe nennen und versuche, diese dann in einer kleinen Geschichte zu verarbeiten. 

Oder schlage ein Buch auf Seite 17, 44 und 93 auf und nimm jeweils das erste Hauptwort, das auf der Seite steht.

Hast du Lust, es auszuprobieren? Dann überleg doch mal, was eine Bibliothekarin, ein Eierschalensollbruchstellenverursacher und ein Schwimmbad miteinander zu tun haben könnten.

(Durch so eine Schreibübung ist übrigens mein aktuelles Romanprojekt inspiriert worden ​– die Begriffe waren Dixiklo, Schriftsteller/in und Schnürsenkel.) 

10. Das assoziative Schreiben ​– lass dein Unterbewusstsein zu Wort kommen  

Vielleicht sind solche kreativen Spielereien überhaupt nicht deine Sache (obwohl ich dir trotzdem dazu raten würde, es einfach mal auszuprobieren – vielleicht wirst du ja positiv überrascht). Darum möchte ich dir noch eine weitere Technik vorstellen, mit der du deiner Muse auf die Sprünge helfen kannst. Sie nennt sich das assoziative Schreiben. 

Im Prinzip funktioniert das ähnlich wie das Clustering – nur malst du keine Kreise mit einzelnen Worten darin. Du schreibst einfach los und beginnst mit dem ersten Gedanken, der dir in den Sinn kommt.  

Von dort an lässt du deine Gedanken einfach fließen. Ohne vorgegebene Richtung, ohne Regeln, ohne Vorgaben. Sogar die Rechtschreibung hat beim assoziativen Schreiben Pause.  

Der Sinn ist, dass du aufhörst, bewusst über das nachzudenken, das du schreibst. Damit gibst du deinem Unterbewusstsein eine Bühne und lockst Gedanken ans Tageslicht, die in der Hektik des Alltags gerne im Verborgenen bleiben. 

Im Unterbewusstsein tummeln sich auch Romanideen, die du durch das assoziative Schreiben aufspüren kannst!  

Ganz wichtig bei dieser Technik ist, dass du nicht aufhörst zu schreiben. Wenn dir nichts einfällt, schreib genau das auf: „Mir fällt gerade nichts ein, aber ich schreibe trotzdem weiter …“ 

Setze fest, wie lange du schreiben möchtest. Fange vielleicht erst einmal mit fünf Minuten an. Und in diesen fünf Minuten sollte dein Stift nicht das Papier verlassen, das Klappern der Tastatur nicht verstummen. 

Irgendwann verselbständigen sich deine Gedanken und öffnen eine Pforte zu den tiefer liegenden Gedanken, so dass du Romanideen finden kannst. Setze dich aber nicht unter Druck, das assoziative Schreiben soll vor allem eins: Spaß machen! 

Ich kenne Autoren, die jeden ihrer Tage mit dem assoziativen Schreiben starten – mit den sogenannten Morgenseiten. Sie befreien sich damit schreibend vom Ballast des Alltags und können sich danach ungestört auf ihren Roman konzentrieren.

11. Das Schreiben über das Schreiben 

Eine Abwandlung des assoziativen Schreibens ist das Schreiben über das Schreiben. Hierbei machst du das Schreiben selbst zum Thema deiner Gedanken.  

Anders als beim Clustering suchst du aber keine Begriffe, die du mit dem Schreiben verbindest, sondern formulierst, welche Frage oder welches Thema dir zu deinem Schreibprojekt gerade durch den Kopf geht.  

Vielleicht hast du eine Schreibblockade? Oder bist unzufrieden mit dem, was du geschrieben hast? Du weißt nicht, wie du deine Figur entwickeln oder ob du sie lieber nach Rom oder Sibirien schicken sollst? Oder du weißt eben nicht, ob du Thema A oder lieber B als deine Romanidee entwickeln sollst? Dann schreibe darüber und lass alle Gedanken und Gefühle zu.  

Du wirst überrascht sein, wie befreiend das sein kann. Ich habe damit schon die ein oder andere Schreibblockade gesprengt und den ewig nörgelnden Kritiker in die Flucht geschlagen (zumindest für eine Weile). 

Natürlich funktioniert das Schreiben über das Schreiben auch, wenn es richtig gut läuft und du zufrieden bist – denn dann kannst du später nachlesen, was du während dieser Phase wie gemacht hast. 

Das hilft dir, wenn es mal nicht so gut läuft: Du kannst von dir selbst lernen, was du brauchst, damit es „fluppt“! 

Mit dem Schreiben über das Schreiben kannst du auch deine Romanidee finden oder sie genauer unter die Lupe nehmen und dich schreibend mit ihr auseinandersetzen.

Zu viele Romanideen gefunden – was nun? 

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Was, wenn du all die vorgestellten Schreibtechniken und Übungen ausprobiert und plötzlich zu viele Ideen hast? (Ich freue mich dann riesig, weil ich dir helfen konnte – aber du hast natürlich die Qual der Wahl.) 

Dann fragst du dich sicher: „Woher weiß ich jetzt, welche Idee die Richtige ist? Wie wähle ich aus?“

Die richtige Romanidee per se gibt es nicht. Es gibt nur die richtige Romanidee für dich. Und mit der ist es ein bisschen so wie mit dem Verliebtsein. 

​Du kannst es nicht wirklich erklären, aber es fühlt sich gut und richtig an. So, als könnte es etwas werden mit euch beiden. Vertraue bei der Auswahl der Buchidee also immer auf dein Bauchgefühl.

Natürlich gibt es auch ein paar formale Kriterien, die dir bei der Auswahl helfen: Beinhaltet die Idee einen Konflikt? Oder kannst du dir zu deiner Romanidee einen passenden ausdenken? Ergeben sich aus diesem Konflikt weitere Probleme und Fragen? Das ist wichtig, damit die Idee ein ganzes Buch füllen kann und nicht nach der ersten Szene schon wieder Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. 

Wenn es mehrere Ideen gibt, die Potential für viele Konflikte haben, wähle die, für die du am meisten brennst. Die, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht! Die, bei der deine Fantasie beflügelt wird und sofort anfängt, Ideen-Knospen zu treiben. Er darf auch gern groß sein, damit du nicht nach drei Seiten schon eine Lösung hast. Fast schon so groß, dass du ein bisschen Angst davor hast (das ist nämlich ganz normal und gehört zum kreativen Schaffensprozess dazu ​– du willst ja einen Roman schreiben, der die Leser fesselt, oder?).

Du solltest unbedingt neugierig auf die Idee zu deinem Buch sein und dir vorstellen können, eine lange Zeit mit ihr zu verbringen – ohne dabei deine Begeisterung für sie zu verlieren (also wirklich so wie bei der Wahl eines Partners). 

Konkreter wird deine Romanidee übrigens automatisch, wenn du mit ihr in die weitere Romanplanung gehst. Schau dir als nächstes doch deine Romanfiguren genauer an oder suche ein Plotmodell, das dich dabei unterstützt, eine wirklich fesselnde Geschichte zu schreiben. Schau dafür gern bei unseren Blogartikeln zu Charakteren und zur Heldenreise vorbei - die werden dir sicher weiterhelfen.

Von der Idee zum Buch: Sei der erste Fan deines Romans!  

Das Schreiben eines Romans ist ein langwieriger und manchmal auch steiniger Prozess. Wenn du nicht komplett hinter deiner Idee stehst, ist die Gefahr wesentlich größer, dass dein Projekt irgendwann halbfertig in der Schublade verschwindet.  

Sei der erste Fan deines Buches! Die Begeisterung, die du beim Schreiben empfindest, wird über deine Zeilen auch den Weg zu deinen Lesern finden. 

Nur, wenn du von deiner Idee überzeugt bist, wird der Leser sich die Zeit nehmen, dein Buch zu lesen. 

Darum solltest du dich bei der Wahl der Romanidee nicht (nur) fragen, welche Bücher sich auf dem Markt gerade gut verkaufen. Sondern vor allem, welches Buch du am liebsten schreiben (und lesen) möchtest. 

Natürlich ist die Verkaufbarkeit eines Romans keine unwichtige Sache. Aber sie sollte nicht das einzige oder wichtigste Entscheidungskriterium sein. Denn was, wenn sich gerade vor allem Bücher verkaufen, in denen es um Aliens geht – du aber gar keinen Bezug zu diesem Thema hast?  

Dann wird der Leser es merken. Und egal, wie angesagt das Thema ist – dein Buch dazu wird ihn nicht abholen, weil sich nicht dein Herz für die Idee entschieden hat, sondern dein Verstand.  

Außerdem überleben sich solche Romanthemen immer wieder. Dein Roman wird vermutlich in etwa drei Jahren fertig sein (das ist so der Durchschnitt, den wir bei vielen Schreibenden erleben). Vielleicht ist das Thema dann gerade wieder out.

Sammle so lange Romanideen, bis du die eine findest, bei der dein Bauch kribbelt, und du es kaum erwarten kannst, sie auszuarbeiten und aufs Papier zu bringen! 

Es lohnt sich immer, alle deine Ideen für ein Buch aufzuschreiben! Ich habe dafür immer ein Notizbuch und einen Stift dabei! Nicht jede Idee mag sofort in einem Roman enden, aber das kann in zwei Jahren ganz anders aussehen. 

So erschaffst du dir nach und nach deine persönliche Ideen-Bibliothek. Sozusagen deine eigene Winkelgasse, durch die du nach Herzenslust stöbern kannst, um dir aus all diesen kreativen Einfällen die perfekte Geschichte zusammenzustellen.  

Und wenn der erste Keim dann anfängt zu blühen und aus einer flüchtigen Idee über die Zeit dein fertiges Buch wird – glaub mir, das ist pure Magie!!! 

Deine Romanidee wartet da draußen auf dich und ich hoffe, du machst dich sofort – ausgerüstet mit den Tricks, Techniken und Schreibübungen, die ich dir vorgestellt habe – auf die Suche nach ihr.

Fassen wir noch einmal kurz zusammen  

  • ​​Gehe immer mit offenen Augen durch die Welt; beobachte Menschen und Situationen und überlege dir, was hinter ihrem Verhalten stecken könnte.
  • ​​Nutze Bücher, Filme und Zeitungen als Quelle der Inspiration, um deine Romanidee zu finden; beachte dabei deine eigenen Vorlieben. Über Themen, die dich selber interessieren, kannst du besonders gut schreiben.
  • ​​Kurbel deine Fantasie mit Gedankenspielen an – frage dich nach dem „Warum“ hinter Dingen und Erlebnissen.
  • ​​Stelle dir vor, wie dein Leben wäre, wenn du andere Entscheidungen getroffen hättest (was wäre, wenn …).
  • ​​Lerne deine Figur ganz genau kennen; sie ist dein wichtigster Verbündeter, sozusagen dein „partner in crime“.
  • Nutze die Technik des Clusterings, um Themen weiter auszubauen, die dich interessieren.
  • Erweitere die Begriffe, die du beim Clustering gefunden hast, indem du auch zu ihnen weitere Assoziationen findest; so wird dein Thema immer vielschichtiger.
  • Bring deine Kreativität auf Trab, indem du versuchst, Unpassendes zusammenzubringen.
  • Locke Ideen und Gedanken mit dem assoziativen Schreiben aus deinem Unterbewusstsein ans Tageslicht; nutze diese Technik auch, um über dein Schreiben zu reflektieren.
  • Lege dir über die Zeit eine Ideen-Bibliothek an.
  • Entscheide dich bei zu vielen Romanideen für die, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht und dich restlos begeistert.

Okay, worauf wartest du? Leg am besten direkt los und probiere eine (oder auch alle) dieser Schreibübungen und Techniken aus!  

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Katja Rückert hat Film- und Theaterwissenschaft studiert. Nach dem Abschluss (M.A.) machte sie ein Volontariat bei einer Tageszeitung und arbeitete anschließend lange als Redakteurin sowie im Bereich PR und Marketing. 
Sie arbeitet als Schreibcoach für die Romanschule.

Seit 2015 hat sie sich mit diversen Kursen in belletristischem Schreiben weitergebildet und die Ausbildung zur Romanautorin absolviert. Ihr aktuelles Romanprojekt ist im Genre Romantic Suspense angesiedelt.

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